5 minute heroes
„Berlin – Sinfonie der Großstadt“
Live-Filmvertonung zum 100. Jubiläum des Stummfilmklassikers und zum 30. Jubiläum der „Kurzzeit-Helden“, 2027
Im Jahr 1927 schickte Walther Ruttmann das Publikum auf eine rasante Reise durch einen einzigen Tag in Berlin: vom Morgengrauen über das Getriebe der Fabriken und Straßen bis in die Vergnügungen der Nacht. Aus Hunderten Schnitten, Rhythmen und Gegensätzen komponierte er eine Großstadt, die bis heute pulsiert. „Berlin – Sinfonie der Großstadt“ ist ein Meilenstein des Montagefilms und feiert 2027 seinen 100. Geburtstag.
Zum Jubiläum kehrt eine Live-Vertonung zurück, die so alt ist wie das Duo selbst: Das brasilianisch-deutsche Duo 5 minute heroes entwickelte seine Musik zu Ruttmanns Meisterwerk 1997, im Gründungsjahr der Gruppe. 2027 feiert es sein 30-jähriges Bestehen und bringt die Vertonung wieder auf die Bühne.
Seit 1997 verfolgen Márcio Tubino und Michael Mandl ihren eigen(tümlich)en Ansatz der Filmvertonung. Sie waren auf zahlreichen Tourneen für das Goethe-Institut unterwegs, spielten als Hauptact vor 1000 Besuchern im Wiener Konzerthaus und in Ufa-Kinos und CineMaxx-Sälen. „Berlin – Sinfonie der Großstadt“ wurde dabei zu einer ihrer erfolgreichsten Arbeiten. Das Publikum war stets restlos begeistert.
Das Konzept: Elektronik trifft Analoges
Vorproduzierte Kompositionen verbinden sich mit live gespielten Instrumenten, Samplecollagen als rhythmische und klangliche Basis treffen auf freie Improvisation. Saxofon, Querflöte, Gitarre und Perkussion begegnen dem Puls der Bitmaschine, so wie Ruttmanns Film Mensch und Maschine, Tempo und Stillstand, Arbeit und Vergnügen gegeneinanderschneidet.
Die Komposition: Detailverliebt statt Klangteppich
Die Musik folgt der „Unterbrechungstechnik“: Der Film wird in Sinnzusammenhänge gegliedert, deren Stimmungen jeweils in eigene Stücke übersetzt werden. Passend zum Bild oder in bewusstem Kontrast durchstreifen die 5 minute heroes dabei Marsch und Walzer, Hip Hop und Jazz, Zwiefachen, Minimal Music und Balkan Sounds. Nichts davon wirkt aufgesetzt oder aufdringlich. Die Musik versteht sich als akustisches Auge, manchmal mit gehörigem Zwinkern.
Was die Vertonung auszeichnet, ist ihre Detailverliebtheit. Es gibt kein flächiges Überspielen von Szenen und kein Potpourri im Stil der Zwanziger. Über Jahre wurde an der Komposition gearbeitet, mit dem Anspruch, einem Klassiker der Avantgarde musikalisch gerecht zu werden. Und weil ein Teil der Musik improvisiert ist, gleicht keine Aufführung der anderen.
Stimmen zur Vertonung
„“Die beiden Musiker, sie suchten einerseits Ausdruck und Geschehen des Films adäquat umzusetzen, andererseits kritisch Stellung zu beziehen zu der Zeit und dem Regisseur…Das schuf eine eigene Interpretationsebene, die mehr als Andeutungen machte, jedoch dem Betrachter hinreichend Spielraum für eigene Denkansätze gewährte. Fazit…: Eine furiose und vor allem höchst spannende Art der Filmvorführung““
Süddeutsche Zeitung, München
„Nicht plakative Untermalung, sondern musikalische Ausleuchtung sensibler Filmbilder.“
Mittelbayerische Zeitung, Regensburg
„Die Jungs sind wirklich bemerkenswert, sie schaffen Schwieriges mit bewundernswerter Leichtigkeit.“
Cas Pik, St. Petersburg
„Geht man nach den Publikumsstimmen, hätte im Falle eines Wettbewerbs die Regensburger Gruppe 5 Minute Heroes den ersten Preis erhalten.“
Offizielle Bilanz des Stummfilmfestivals „Keep it Silent“, Kairo
„Wir haben mit Freude an den Abend im Gasteig gedacht.“
Tochter und Frau Walter Ruttmanns
„Eine eigenständige Musik, die sich nicht in den Vordergrund stiehlt, sondern behutsam die Tonlage des Films trifft und verstärkt.“
Dr. Christof Schmid, ehem. Fernsehdirektor des SWR
Eine Auswahl besonderer Auftritte
International
Kairo (Oper) · Peking (Kino Goldener Hahn) · Moskau (Museum Kino) · St. Petersburg (Musikakademie) · zwei Russland-Tourneen mit Stationen in Perm, Jekaterinburg, Nischni Nowgorod und Moskau · Taipeh (Ta-An Park, Open Air) · Tokio (Goethe-Institut) · Colombo (Eröffnung des EU-Filmfestivals) · Wien (Konzerthaus) · Zagreb (Goethe-Institut)
National
Aachen und Düsseldorf (Ufa-Theater) · Berlin (CineMaxx am Potsdamer Platz) · Flensburg (Hofkulturtage) · Frankfurt (Filmmuseum) · Lübeck (Stummfilmfestival) · München (Gasteig) · Regensburg (Palazzo-Festival) · Stuttgart (Ruttmann-Festival des Kommunalen Kinos)
Ein Jubiläum mit doppeltem Anlass
Hundert Jahre Film, dreißig Jahre Duo, und eine Vertonung, die beide Geschichten verbindet: Der Film und seine Musik sind gemeinsam gereift, dreißig Jahre lang. 2027 ist das ideale Jahr, um Ruttmanns Großstadtsymphonie neu zu hören. Die Aufführung eignet sich für Kinos, Konzerthäuser, Festivals, Museen, Kulturzentren und Open-Air-Veranstaltungen.
Besetzung
Márcio Tubino – Alt- und Sopransaxofon, Querflöte, Perkussion
Der brasilianische Musiker Márcio Tubino lebt seit 1995 in München, wo er neben bedeutenden Musikern der europäischen Jazzszene als Saxophonist, Flötist, Perkussionist sowie Komponist und Arrangeur tätig ist. Er tourte mit Künstlern wie Johnny Logan, Wolfgang Niedecken, Dusko Goykovich, Egberto Gismonti, Joy Denalane, Joe Zawinul, Wolfgang Lackerschmid, Jenny Evans, Willy Astor, Peter Schneider und The Stimulators durch Europa, Asien, Südamerika und den USA.
Michael Mandl – Komposition, Perkussion, Gitarre, Programming
Michael Mandl ist Musiker, Singer-Songwriter, Komponist, nahezu Ex-DJ und Festival-Kurator aus Regensburg. Als Gitarrist und Schlagwerker war er stilistisch in vielen Gassen unterwegs und hört bis heute nicht auf, musikalisch zu mäandern. Er unterrichtet Perkussion und schreibt Arrangements, vor allem für Perkussion, aber auch für diverse Besetzungen. Zudem initiierte er den Regensburger Kulturverein Klangfarben e.V. und begleitet ihn bis heute.
